Von 1965 bis 2014 befand sich die Hauptverwaltung der Firma OSRAM in Untergiesing am Beginn der sog. Candidauffahrt am Mittleren Ring. Als Folge der Verlagerung des Firmensitzes in den Norden Münchens ergab sich die Möglichkeit, das rd. 3,2 ha große Areal, direkt angrenzend an die Isarauen, von einem gewerblich geprägten Standort in ein attraktives städtisches Wohnquartier mit Anteilen von gefördertem Wohnungsbau zu transferieren. Besondere Herausforderungen bestanden dabei in der Beantwortung von denkmalrechtlichen Fragen mit Blick auf das denkmalgeschützte OSRAM-Verwaltungsgebäude und in der Bewältigung von – sich aus der Lage am Mittleren Ring ergebenden – Lärm- und Luftschadstoffbelastungen für die geplante Wohnnutzung.

Nach einer Zwischennutzung zur Unterbringung von Flüchtlingen – auch hierzu haben wir beraten – besteht am Ende eines komplexen Entwicklungsprozesses nunmehr Baurecht für ein allgemeines Wohngebiet mit rd. 42.000 m² Geschossfläche, und seit 2021 beherbergen markante mehrgeschossige Baukörper, entworfen von Ortner & Ortner Baukunst Berlin, rd. 440 familiengerechte Wohnungen und eine Kindertagesstätte.

Glock Liphart Probst & Partner hat die Objektgesellschaft, ein Gemeinschaftsunternehmen der ABG Real Estate Group und der Büschl Unternehmensgruppe, bei der Baurechtsentwicklung im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplanes umfassend beraten und vertreten. Dazu gehörten insbesondere auch die Beratung zur Anwendung der Verfahrensgrundsätze zur Sozialgerechten Bodennutzung einschließlich der Anpassung der – damals noch geltenden – Verwaltungspraxis zum fiktiven Wohnbaurecht sowie die Beratung beim Abschluss eines Städtebaulichen Vertrages und von Erschließungsverträgen mit der Landeshauptstadt München, die Beratung bei der Konzeption, Organisation und Durchführung eines Architektenwettbewerbs, die Beratung zu Fragen des Denkmalrechts im Hinblick auf das OSRAM-Verwaltungsgebäude und die Beratung im Zusammenhang mit Nachbarverhältnissen, insbesondere beim Abschluss von Nachbarvereinbarungen.